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Imker werden... einfach so?

Bienen auf HandDas Interesse für Bienen zu wecken ist schnell geschehen. Auf dem Wochenmarkt oder bei einer anderen Gelegenheit berichtet ein Imker über seine Bienenhaltung und schnell ist der Zuhörer von der Funktionalität und Komplexität des Bienenstaates beeindruckt: Für 500 g Honig fliegen die Arbeiterinnen 1.000.000 Blüten an. Die Königin legt bis zu 2000 Eier am Tag. Ein Bienenstaat kann 40.000 Bienen beherbergen. Ohne Lineal und Vermessungsgerät bauen Bienen tausende Wabenzellen in exakt der gleichen Größe – und das in völliger Dunkelheit. Beeindruckend!

Nun ist man beeindruckt und begeistert, aber wie steigt der Anfänger am besten in das Imkerhobby ein? Ein Buch kaufen – sicherlich sinnvoll. Ohne ein wenig Theorie geht es nicht. Sich einem erfahrenen Imker anzuschließen, ihm über die Schulter zu schauen und tatkräftig zu helfen wird allerdings am ehesten klären, ob die Begeisterung auch über den ersten Bienenstich hält. Denn Imker werden bedeutet mehr als nur Interesse zu haben. Bienen halten ist eine manchmal zeitintensive Beschäftigung. Doch in der Zeit, die der Imker bei seinen Bienen verbringt, vergisst er den Alltag und jede Hektik, er ist in der Natur bei guter Luft und beschäftigt sich mit seinen Schützlingen. Der Höhepunkt eines Imkerjahres sind sicherlich die Honigernten und nichts schmeckt besser, als der selbst geerntete Honig. Nicht zu vergessen: Selbst gemachter Bärenfang, Met und Kerzen.

Wenn Sie sich entschlossen haben, einige Gehversuche als Imker zu unternehmen, suchen Sie den Kontakt zu einem Verein in der Nähe, vielleicht ist es unser Hattinger Imkerverein. Dort treffen sich die hiesigen Imker regelmäßig und tauschen ihre Erfahrung aus. Auch den Jungimkern stehen die »Bienenväter« mit Rat und Tat zur Seite. Nicht nur das: Einen guten Teil der mitunter teuren Ausrüstung können Sie sich von Vereinskollegen erst einmal borgen.

Unser Imkerverein verfügt über »Vereinsvölker« die von allen Vereinsmitgliedern und Interessenten mitgenutzt werden können. So kann ein Jungimker gemeinsam mit einem Paten an den Völkern arbeiten und jeden nötigen Arbeitsgang im Bienenjahr Schritt für Schritt erlernen. Dieser Pate begleitet den Jungimker später auch bei der Führung eigener Völker. Es liegt auf der Hand, dass ein Neuling nicht alles sofort perfekt beherscht, aber es brauchen in der Anfangsphase keine schweren Fehler zu passieren, die einem die Freude an den Bienen verleiden.

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